Rasenschach mit Knalleffekt
Sowohl die „Bonebrackers“, ihres Zeichens Sieger des letzten Jahres, als auch ihre Gegner die ‚Springbourums‘, die so neu waren, dass sie noch nicht einmal einen vernünftigen Teamnamen besaßen, konnten im Finale nahezu aus dem Vollen schöpfen und waren in der Lage noch fünf Kämpfer in die Waagschale zu werfen. Dies und die durch das vorangegangene „kleine“ Finale bereits brodelnde Stimmung auf den Rängen versprachen ein Spiel der Spitzenklasse, zumal die beiden Teambesitzer auch als Garanten für spannende und unterhaltsame Spiele gelten. So fieberte ich wie jeder der Anwesenden dem Gefecht entgegen.
Nach diesen ersten Minuten des Taxierens wurden auf den Rängen bereits die ersten Rufe nach Aktionismus laut, doch zu groß war die Furcht auf beiden Seiten, den ersten (und womöglich entscheidenden) Fehler zu begehen. So wurden zwar auf beiden Seiten die Schützen aktiv und zeigten sich, doch die jeweiligen Ziele zeigten sich hochkonzentriert und bezogen neue Deckung. Zeitgleich versuchten die Nahkämpfer entscheidende Stellungsvorteile zu erreichen, scheiterten dabei aber. In dieser Phase des Matches hatte man stark den Eindruck, dass beiden Teams ein schiedlich friedliches Unentschieden bei weitem lieber gewesen wäre. Doch schließlich fasste sich Maverick ein Herz. Mutig enterte er den Fahrstuhl und begab sich ein Stockwerk in die Höhe auf eine Plattform, von welcher aus er ein ebenso gutes Schussfeld wie Ms. Nash hatte, jedoch flexibler war. Und so kam es schließlich zum ersten Schusswechsel zwischen jenen beiden, der zwar aufgrund des Raketentreffers recht spektakulär anmutete, jedoch wenig effektiv war. Aber dennoch, die Zuschauer bekamen etwas für ihr Geld geboten und dies war der Startschuß zur Generaloffensive gewesen – dachte man zumindest. Stattdessen tat sich gar nichts.Während der G 2k II eisern am Waldesrand verharrte und wenigstens noch seinen Positronenpartikelsturm aktivierte, tat sich beim Rest der Akteure absolut gar nichts. Das ganze war TTV (Tarnen Täuschen Verpissen) auf höchstem Niveau. Doch noch bevor auf den Rängen der große Unmut aufkeimen konnte schlug die Partie einen ganz neuen Kurs ein.
Nun ging das Gefecht in die heiße Phase. Das spürten nicht nur die Zuschauer, deren Jubelrufe wieder an Lautstärke gewannen, sondern auch die Akteure in der Arena. Alle Taktik war vergessen. Nun zählte der blanke Kampf ums nackte überlegen. Voller Zorn stieß Maverick VHOM davon, verpasste ihm zwei Schuss mit seiner Pistole und verließ eiligst die Plattform, um in der Nähe seiner beiden Kollegen Schutz zu finden, doch dies schreckte die ‚Springbourums‘ nicht. Entschlossen setzten sie nach, wenngleich ihre Aktionen (noch) nicht von Erfolg gekrönt waren. Sowohl der Guardian aus nächster Nähe, als auch Ms. Nash aus weiter Ferne schossen vorbei. Dennoch reichte dies, um die „Bonebrackers“ nun auch auf mentaler Ebene anzuschlagen. Wie ein Rudel hungriger Wölfe zogen die ‚Springbourums‘ die Schlinge immer enger um ihre nun nahezu entblößten Opfer. Doch den „Bonebrackers“ war noch eine Galgenfrist vergönnt. Vor sich einen G 2k II, über sich einen VHOM und hinter sich eine Nathalie Nash – da heißt es in der Regel sein Testament zu machen, doch just in diesem Moment versagte die Aktivierungsmechanik des Guardian und auch Ms. Nash Schussversuche aus sicherer Distanz waren sehr bescheiden. Einzig VHOM machte richtig Druck, konnte den Ranger jedoch weder festhalten, geschweige denn ihn ernsthaft verletzen. Statt dessen wogte das Kampfgeschick nun wieder zur anderen Partei hinüber, wo es nun der VHOM der „Bonebrackers“ war, der seinen Klon im gegnerischen Team Angriff. Leider waren seine Bemühungen ihn auszuknocken nicht von Erfolg gekrönt. Ganz im Gegensatz zu seinem Gegenüber. Kaum das dieser sich auf die wütenden Attacken seines Zwillings eingestellt hatte, konterte er seinerseits mit einem Knockout. Angesichts dieser mittlerweile schwer aussichtslosen Situation stürmte noch einmal der Ranger um die Ecke, um zumindest dem Guardian noch zuzusetzen und so ließ Maverick sein Mündungsfeuer unzählige Male aufblitzen und bestrich den Metallkoloss mit einem Treffer nach dem anderen. Allerdings musste er diesen Erfolg teuer bezahlen, den kampflos nimmt ein Guardian so etwas nicht hin und dementsprechend erhielt Maverick ein starkes Echo, welches ihn letztlich wieder hinter die Deckung trieb. Doch damit hatte er noch keine Ruhe. Angespornt von so viel Einsatz seiner Kameraden fiel Dave über den Guardian her und lieferte sich mit ihm eine wilde Prügelei, in deren Verlauf beide schwere Treffer hinnehmen mussten. Und es ging Schlag auf Schlag weiter.
So gelang es dem G 2k II aufzustehen und, getrieben von dem Gedanken an die endgültige Beseitigung seines Widersachers, den finalen Schlag zu setzen. Mit einem Krachen, welches man bis in die letzten Reihen hörte, bohrte sich die Klingenhand durch Daves Schädeldecke. Zeitgleich bearbeitete sein Kamerad VHOM sein Gegenstück aufs übelste, so dass es an ein Wunder grenzte, dass er nicht schon längst tot war. Nun war die Entscheidung gefallen, doch bei den ‚Springbourums‘ schien die Luft langsam zu entweichen. Sie hatten sich in den vergangenen Minuten völlig verausgabt hatte es den Anschein, und so verzögerte sich das Leiden für die „Bonebrackers“ noch. Der Guardian trat an VHOM heran und wollte ihm den Rest geben, doch statt dessen stürzte er erneut, rappelte sich mühsam auf und schlug auch noch ein Luftloch, bevor er ihn zumindest einmal traf. Und auch sein Kollege VHOM machte es nicht besser. Zwar gelang VHOM der Knock Out im ersten Anlauf, doch seine übrige Trefferausbeute und seine Streuung waren gerade mal Mittelmaß. Somit ruhten die Hoffnungen für den Augenblick auf Nathalie Nash, welche sich von ihrer erhöhten Position hinunter in eine bessere begeben hatte, doch auch ihre Trefferquote war miserabel. Dies ließ IR Maverick noch ein letztes Mal Morgenluft wittern. Mit dem Mute der Verzweiflung stellte er sich Ms. Nash und verpasste ihr noch zwei heftige Feuerstöße, welche sie schwer verletzten, doch nun spielte sie all ihre Professionalität aus, legte an und erledigte den Ranger mit einem Kopfschuß. Nun war alles gelaufen für die „Bonebrackers“. Während die Fans der ‚Springbourums‘ bereits lautstark feierten, ergab sich der letzte „Bonebracker“ in sein Schicksal. Nahezu widerstandslos ließ er die wütenden Angriffe seines Gegenstücks über sich ergehen und somit war es für den Guardian nur noch Formsache, den letzten Kontrahenten mittels einiger gezielter Hiebe ins Jenseits zu befördern. Und als der letzte Schlag getan war gab es kein Halten mehr. Der Besitzer des Siegerteams benötigte zwar einige Sekunden, um zu begreifen, dass seine Mannschaft wirklich siegreich gewesen war, doch dafür war seine Freude danach umso größer. Gemeinsam mit den Fans ging es dann zur anschließenden Siegerehrung, bei welcher ein verdienter neuer Meister gekürt wurde.
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