![]() |
Stories |
...und der Mensch machte sich die Technik untertan
Nachdem die Menschen
in die Tiefen des Alls vorgedrungen waren, begannen sie Planeten zu kolonisieren.
Schnell stellten sie fest, daß sie zwar die Technik beherrschten,
der eigene Körper aber immer noch zerbrechlich war. Die Verluste an
sogenannten Siedlern war viel zu hoch. Sobald unerwartete Ereignisse auftauchten,
starben die Menschen wie die Fliegen.
Aber wie sollte man
die feindlichen Umweltbedingungen in den Griff bekommen, wenn nicht Wissenschaftler
die Probleme analysierten, wenn nicht Arbeiter die Technik dagegen auf
den Planeten installierten und wenn nicht Techniker entsprechenden Maschinen
warteten. Es kam zu langen Verzögerungen, da kaum noch jemand sein
Leben aufs Spiel setzen wollte. Den Wissenschaftler mußte man zugestehen,
daß Sie nur noch im Fernverfahren arbeiteten. Proben konnte man auch
mit Sonden einsammeln. Natürlich war allen beteiligten klar, daß
man Vorort mit allen Sinnen weitaus besser die Probleme erkennen konnte,
die ein Planet machen könnte.
Auch die Arbeiter
wußten, daß das Risiko auf diesen Planeten noch viel höher
war als früher. Wer nicht unbedingt Geld brauchte, Koloniearbeiter
erhielten doppelt so hohen Lohn wie die heimischen Kollegen, der blieb
mit seinem Hintern lieber auf seiner Heimatwelt. Das gesamte Kolonisierungsprogramm
kam fast zum Erliegen, drohte sogar zu platzen.
Während sich
die Politiker in monatelangen Debatten gegenseitig die Schuld zuwiesen
und eine Studie nach der anderen gemacht wurde, wie man aus dem Dilemma
herauskam, arbeiteten die Wissenschaftler an dem Projekt ãANTä.
Was ãANTä dann zutage
brachte, hatte vom Äußeren mit einer Ameise wirklich nichts
gemeinsam. Der Prototyp ANT1 war 1,89 m groß, mit einer Hülle
aus Titan und konnte aufrecht auf 2 Beinen gehen. Er besaß 2 Arme
mit Händen und Fingern und war etwa dreimal so stark wie ein normaler
Mensch. In dem humanuid geformten Kopf befanden sich neben den Sensoren
ein Hochleistungsrechner und eine Empfangseinheit. Dieser Droide war geeignet
alle Arbeiten zu übernehmen, die bisher die Arbeiter auf den neuen
Planeten ausgeführt hatten. Die einzige Gemeinsamkeit mit den Ameisen
war die zentralen Steuerung. Die wurde von ãANTQUEENä übernommen,
einem Cell-Tissue-Calculator. Bei der ANTQUEEN hatte man erstmals eine
vollkommene Verschmelzung von Zellgewebe mit konventioneller Microelektronik
erreicht. Der Leistungsschub war enorm. Die Maschine konnte wirklich nahezu
selbständig denken und somit auch Lösungen für neue unerwartete
Probleme finden.
In den folgenden
Jahren wurden Tausende dieser Droiden produziert, die tatsächlich
die Kolonisierung mit enormer Geschwindigkeit vorantrieb. In der 2. Stufe
von ãANTä gelang es dann auch Droiden mit einem Cell-Tissue-Calculator
auszurüsten, was die Einsatzmöglichkeiten enorm vergrößerte.
Lichtjahre um Lichtjahre
stießen die Menschen weiter in den grenzenlosen Raum vor, bis sie
überraschend auf die erste Fremdrasse stießen. Die Rasse nannte
sich Maygonen und lag im Krieg mit den Plasmoden. Plasmoden waren die wohl
hinterhältigste Rasse der Galaxis. Sie reisten mit ihren riesigen
Raumschiffen durch das All und plünderten ohne Rücksicht auf
Verluste alles, was sie gebrauchen konnten.
Und noch eine Entdeckung
machten einige Forscher. Auf dem Planeten Sojus 5 fanden sie ãden Stoff
aus dem die Träume sind", wie ihn der Forscher nannte, der dem Material
seinen Namen gab, Professor Dr. Cornelius Cemai. Er nannte den neuen
Rohstoff Cemaidium 5. Mit ihm würden alle Energieprobleme lösbar.
Da abzusehen war,
wann auch die ersten Kolonien der Menschen von den Plasmoiden heimgesucht
würden, gab man den Bitten der Maygonen nach, und schloß mit
ihnen einen Beistandspakt.
Der Krieg gegen die
Plasmoiden führte zu riesigen Verlusten bei der Allianz der Menschen
und Maygonen und da besann man sich wieder auf die Droiden.
![]() |
Sie wurden umgebaut
und mit Waffen bestückt. Unter dem Projekt ãGuardianä entwickelte
die Allianz Droiden, die speziell für den Kampf konzipiert waren.
Der nächste Schritt war die Bestückung mit C5, das neben der
enormen Energieausbeute die Droiden auch weit aus leistungsfähiger
machte. Da es durch den Kriegsdruck keine langen Testphasen gab, bekamen
erst die Regimenter auf Talos die Veränderungen zu spüren, die
durch das C5 entstanden. Ganze Einheiten Droiden desertierten und Guardians
standen hilflos mit vermeintlichen Systemabstürzen auf dem Schlachtfeld.
So wurde die Schlacht auf Talos, die den Durchbruch bringen sollte, zu
einer der blutigsten Schlachten von allen und konnte nur durch enorme Massen
an Soldaten gewonnen werden.
Die C5 Droiden wurden aus dem Verkehr genommen. Ihr Cell-Tissue-Calculator hatte entweder Schaden genommen oder in einigen Fällen ein eigenes Bewußtsein entwickelt. Leider konnte man nicht aller Droiden habhaft werden. Ein Zwischenfall |